Review: Anna Leanne
Newcomer Songwriterin Anna Leanne
Mit Anna Leanne taucht gerade eine neue Stimme im deutschsprachigen Pop auf, die erstaunlich klar weiß, wohin sie will – und das schon mit 17 Jahren. Die junge Singer-Songwriterin bewegt sich musikalisch zwischen modernem Pop und Country-Pop, irgendwo in der Schnittmenge aus erzählerischer Intimität und radiotauglicher Eingängigkeit. Dabei setzt sie auf warme Gitarren, klare Melodien und vor allem auf eine Stimme, die Emotionen direkt transportiert, ohne sich hinter großen Produktionen zu verstecken.
Inhaltlich dreht sich bei Anna Leanne vieles um das, was ihre Generation prägt: Erwachsenwerden, Selbstwert und erste große Gefühle. Ihre Songs wirken dabei nicht wie distanzierte Beobachtungen, sondern wie unmittelbare Momentaufnahmen. Gerade diese Nähe macht ihren Reiz aus – sie erzählt nicht über etwas, sondern aus dem Erleben heraus. Schon ihre Debütsingle „slow burn“ hat gezeigt, dass sie damit einen Nerv trifft. Radio-Airplay, Playlist-Platzierungen und erste mediale Aufmerksamkeit folgten schnell. Mit ihrer zweiten Single „seventeen“ geht sie nun einen Schritt weiter: Der Song markiert nicht nur eine musikalische Entwicklung, sondern auch eine klarere Haltung. Es geht um Loslassen, Selbstbehauptung und den Moment, in dem man beginnt, sich selbst wichtiger zu nehmen als vergangene Beziehungen.
Einflüsse von Artists wie Taylor Swift oder Olivia Rodrigo sind hörbar, aber Anna Leanne schafft es, daraus etwas Eigenes zu formen. Ihre Songs wirken nicht wie Kopien, sondern wie persönliche Übersetzungen dieser Ästhetik. Auch live sammelt sie bereits erste Erfahrungen, unter anderem als Support für Marc Atlas – mit weiteren Shows in Aussicht.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Vorheriger Beitrag