DeLaCave – exklusiv im Interview mit dem Soundkartell

DeLaCave – exklusiv im Interview mit dem Soundkartell

DeLaCave im Interview mit dem Soundkartell

DeLaCave im Interview mit dem Soundkartell

Das Soundkartell hat sich auf dem MODULAR FESTIVAL in Augsburg exklusiv mit der jungen Augsburger Band DeLaCave getroffen. Zudem wird es schon bald einen live & unplugged eingespielten Track von ihnen geben. Im Interview erfahrt ihr dabei wer die Musiker sind und wohin es mit ihnen in diesem Jahr noch geht.

Soundkartell: Wie war euer Gig auf dem Modular Festival?

Basti (Sänger): Super! Aber ja, es waren jetzt nicht so viele Leute da, wie erhofft.

Carla: Das ist halt immer blöd am Anfang zu spielen und vor allem wie bei uns jetzt um 14.30 Uhr. Die meisten standen halt anscheinend noch in der Schlange.

Basti (Sänger): Ja, es sind viele auf uns zu gekommen und meinten „Was? Ihr habt schon gespielt?“ Die halt dann noch draußen standen. Gut, die Halle ist halt auch so riesig und normal hätten wir auch draußen auf der Parkbühne gespielt.

Soundkartell: Wie ich versucht habe ein bisschen mehr über euch erfahren, bin ich auf nicht allzu viele Informationen gestoßen. Deswegen: Stellt euch doch mal kurz vor!

Basti (Sänger): Ja, also wir sind alle zwischen 16 und 19 Jahre alt. Uns gibt es jetzt schon seit zwei Jahren, wir machen deutschen Indie-Pop mit manchmal auch französischen Texten.

Carla: Ich bin die Carla, spiel Synthie und Bass…

Basti (Gitarrist): Wie alt bist du denn Carla?

Carla: (lacht) Ich bin 16!

Laurenz: Ich bin der Schlagzeuger, bin auch 18 und wir drei machen gerade Abitur.

Soundkartell: Ihr seid ja noch eine relativ junge Band. Wie ist denn DeLaCave vor etwa zwei Jahren entstanden?

Basti (Sänger): Also die beiden, Laurenz und Carla sind Geschwister und wir kannten uns halt so über`n Freundeskreis. Sind dann zufällig mal aufeinander getroffen und hatten ne Gitarre dabei und da wir dann wussten, dass er (Laurenz) Schlagzeug spielt und dann wurde das quasi von heute auf morgen mit Probe gegründet.

Soundkartell: Nennt mir doch mal drei Gegenstände, die Eure Musik am besten umschreiben.

Basti (Sänger) überlegt lange: Kann man laut und leise als ein Adjektiv hernehmen? Ich mein wir haben ziemlich oft einen krassen Kontrast zwischen lauter und leiser Musik.

Laurenz: Ja, auf jeden Fall: Melodisch!

Basti (Gitarrist): Melancholisch! Aber auch mit harten Parts!

Basti (Sänger): Franco-Deutsch!

Soundkartell: Warum textet ihr ausgerechnet auf Französisch, wie kommt das zustande?

Basti (Sänger): Also Englisch kam für uns irgendwie nicht in Frage, weil einfach zu viele auf Englisch singen. Wieso sollten wir als deutsche Band nicht Deutsch singen? Damit können wir auch die Message meiner Meinung nach auch besser rüber bringen. Das Französische kommt daher, da wir dann doch ein Element in unserer Musik haben wollten, wo der Zuhörer sagen kann, dass das jetzt etwas Besonderes ist. Ich finde auch, dass Französisch eine schöne Sprache ist und die kann man dann auch schön einbauen.
Soundkartell: Ihr wurdet kürzlich zur Newcomerband des Jahres 2013 gekührt oder? Wie stolz seid ihr in euren jungen Jahren auf diese Auszeichnung und wie bringt euch das schon konkret weiter?

Carla: Also in Augsburg bringt uns das jetzt schon weiter, denn davor kannte uns in der Stadt so noch absolut keiner. Und jetzt würde ich sagen, kennen uns zumindest schon mal die etwas Musikinterresierten Menschen aus Augsburg!

Basti (Sänger): Für die Newcomerband-Auszeichnung haben wir halt auch ein umfassendes Bandcoaching geschenkt bekommen und dadurch werden wir jetzt hier in Augsburg mit der größten Privatmusikschule hier in Augsburg zusammenarbeiten können. Und das hilft einen dann schon weiter, denn die können uns dann ja auch wiederum vermitteln.

 

DeLaCave im Interview mit dem Soundkartell

DeLaCave im Interview mit dem Soundkartell

 

Soundkartell: Ihr habt es vorhin ja selbst gesagt, dass die Gegensätze eure Musik prägen. Gab es denn bis dato schon konkrete Künstler, die euch beeinflusst haben?

Basti (Sänger): Also jetzt so konkret noch nicht. Wir versuchen uns jetzt nicht konkret von anderen Bands Inspiration zu holen, aber klar man hört ja immer Musik daheim privat und das fließt dann auch mit ein. Momentan hören wir zusammen gerade sehr viel Foals und unser neuester Song hört sich jetzt vom Schlagzeug her so ein bisschen wie ein Foals-Track an. Aber ja, auch deutsche Indiebands wie die Fotos, Beat!Beat!Beat! Oder andere beeinflussen uns dann schon.

Basti (Gitarrist): Es ist jetzt auf keinen Fall so, dass wir sagen „Hey, wir wollen jetzt klingen wie und die!“ Also wenn das so wäre, wäre das ja eigentlich schlecht! (lacht)

Basti (Sänger): Wir versuchen halt jetzt auch elektronische Momente durch den Synthesizer einzubringen. Nicht mehr der klassische Indiepop, wo man dann an Anajo denkt…so hört es sich jetzt dann nicht mehr an.

Soundkartell: Heißt ihr wollt elektronischer werden, denn im Internet habe ich nur akustische Aufnahmen gefunden!

Carla: Ja, bisher sind wir noch nicht dazu gekommen normale Studioaufnahmen zu produzieren. Deswegen gibt es lediglich die Akustikvideos.

Basti (Gitarrist): Im Prinzip, ist Elektro ja sozusagen das neue Indie von heute und in dem Sinne schadet es ja nie, in die Songs mehr Elektro einfließen zu lassen. Aber prinzipiell, wollen wir trotzdem dem Analogen den Vorzug lassen. Also mehr Gitarren und statt viel Technik.

Soundkartell: Heißt, für euch wäre das Format „Akustikvideo“ dennoch ein Format, dass ihr weiterhin verwenden würdet?

Basti (Sänger): Ich mein, es gibt ja immer diese Phasen zwischen „Aufnehmen“ und „Auftritten“ und so zwischendrin ist ein Akustikvideo immer ganz nett anzuschauen.

Basti (Gitarrist): Es ist halt auch ne Sache des Geldes. Wenn man jetzt vor hat ein wirklich super Album zu produzieren, dann muss man da auch ein ganz schön ordentliches Budget aufweisen können und auch so ein aufwendiges Video gibt es nicht für umsonst.

 

Basti von DeLaCave im Interview mit dem Soundkartell

Basti von DeLaCave im Interview mit dem Soundkartell

 

Soundkartell: Welcher ist aktuell euer Lieblingssong und wieso?

Basti (Sänger): Der heißt „Lichter der Nacht“, haben wir auch beim Gig als letzten Track gespielt. Wie man`s eben immer macht, den Besten haut man hinten raus! (lacht) Der ist auch ganz neu, vielleicht eine Woche alt.

Laurenz: Vielleicht liegt es ja auch daran. Es war ja jetzt schon öfter so, je neuer der Song war, desto besser hat er uns dann auch gefallen. Deswegen sind jetzt auch die älteren Lieder nicht mehr dabei, die sind von der Setlist eigentlich komplett verschwunden.

Basti (Sänger): Ich muss dazu sagen: Wir gehen jetzt im Juli ins Studio und nehmen dann auch unsere EP als erstes richtiges Werk dann auf. „Lichter der Nacht“ wird darauf dann auch drauf sein, weiß` jetzt nicht wann die genau erscheint, aber sagen wir mal dieses Jahr im Sommer im noch! (lacht)

Soundkartell: Wenn wir euch heute auf dem Festival sehen werden: Was kann man von einer Live-Show von euch erwarten? Was ist daran so besonders?

Basti (Sänger): Also es ist so, dass wir alle drei, bis auf Laurenz am Schlagzeug alle singen. Wir haben auch viele Parts, in denen Carla auch mal alleine singt. Das heißt, der Fokus liegt jetzt nicht immer auf mir dem Sänger und, dass alle anderen eher so im Hintergrund agieren. Ich denke wir schaffen viele Elemente, bei denen man als Zuschauer auch hinsehen kann. Der männlich, weiblich abwechselnde zweistimmige Gesang zum Beispiel!

Laurenz: Ja, es gibt auch viele Parts, in die das Publikum mit einbezogen wird. Dass das Publikum irgendwelche eingängigen Texte mitsingt.

Basti (Gitarrist): Allein schon dadurch, dass wir eine weibliche Besetzung haben…das macht auch schon viel unserer Besetzung aus. Is` ja auch etwas, bei dem viele Zuschauer auch hingucken. (lacht)

Basti (Sänger): Zum Beispiel beim „Band des Jahres“-Finale waren es 5 Bands und insgesamt vielleicht 30 Musiker und Carla war die einzige weibliche darunter!

Soundkartell: Gibt es beim Songwriting denn jemanden, der alles alleine macht oder ist da jeder gleich daran beteiligt?

Basti (Gitarrist): Hmh, es kommt eigentlich darauf an, wer gerade die Idee für einen Song hat. Aber normalerweise ist es schon so, dass jeder für sich und sein Instrument an dem Song schreibt.

Basti (Sänger): Jo, wir machen das alles meistens zusammen. Die meisten Lieder entstehen dann halt doch beim Proben. Also bringt schon immer jemand von uns was mit. Die Lieder entstehen dann im Proberaum. Die Texte mache ich dann aber mit Carla meistens eben zusammen.

Soundkartell: Und welche Themen verarbeitet ihr dann konkret in euren Songs?

Carla: Ja, die meisten sind eher negativ…das ist schlicht einfacher zu schreiben. Man kann sich einfach über alles aufregen (lacht). Dabei kommt es zur Kritik an verschiedenen Menschen, an einem selbst…

Basti (Gitarrist): Es sind auf keinen Fall politische Songs!

Carla: Nein, nein!

Basti (Sänger): Das sind eher Alltagsprojektionen!

Soundkartell: So letzte Frage: Auf welches Phänomen hättet ihr gerne eine Antwort?

Alle überlegen lange: Basti (Sänger): Warum kommen zu Live-Konzerten immer weniger Leute?

Basti (Gitarrist): Ja! Zum Beispiel hier in Augsburg! Wenn jetzt eine vielleicht allzu bekannte Band hier in Augsburg spielt, kommt so gut wie keiner! Und wenn jetzt hier Festival ist, dann kommt auf einmal jeder aus seinem Loch gekrochen. Da kommt dann jeder, weil er meint, er wäre jetzt cooler, weil dort jeder ist.
Das macht Augsburg so im Negativen aus, denn niemand hier will dann was verpassen. Aber wenn es jetzt ein wirklich toller Künstler hier spielt, dann kommt dort meist niemand hin!

Laurenz: Es geht live nur noch im fette Bässe, heftige Drops. Also nur noch exzessive Party, da ist dann immer was los.

Soundkartell: Ist denn eure Musik dann darauf ausgelegt, vor größerem Publikum zu spielen oder eher in kleineren Clubs?

Basti (Gitarrist): Wir sind da für alles offen denk` ich mal!

Laurenz: Wir würden jetzt nicht nein sein, wenn wir auf einmal vor 10 000 Leuten spielen würden! Ich denke das gibt es nicht, dass Musik auf größeres oder kleineres Publik ausgelegt ist. Musik ist Musik und man kann sich immer noch was einfallen lassen, ob man jetzt wie das Publikum einbezieht. Das ist dann fast egal ob da dann 20 Leute da sind oder doch 10 000.

Vielen Dank für das Interview!

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