Track: Pina Palau „Euphoria“
Pina Palau Trackreview „Euphoria“
Mit „Euphoria“ zeigt sich Pina Palau von ihrer leisesten, zugleich ehrlichsten Seite. Die neue Single entsteht aus diesem schmerzhaft-schönen Zwischenzustand nach dem Unterwegssein: Wenn die Rückkehr ernüchternd wirkt, weil die Welt stillgestanden hat – und man selbst noch im Aufbruch festhängt. Das Bild des ungeöffneten Koffers, des Kopfkissens, das noch nach Veränderung riecht, trägt den Song ganz ohne Pathos.
Musikalisch ist „Euphoria“ radikal reduziert: Palau legt ihre Stimme nah an das Ohr, fast flüsternd, begleitet von einer einzelnen Akustikgitarre und schwebenden Pedal-Steel-Flächen, die den Song wie ein sanftes Nachhallen umgeben. Nichts drängt sich in den Vordergrund, jede Note wirkt bewusst gesetzt. Gerade in dieser Zurückhaltung entfaltet der Track seine Wirkung. „Euphoria“ ist keine große Euphorie, sondern eine fragile Erinnerung daran – ein stilles Festhalten an einem Gefühl, das man noch nicht loslassen kann. Ein intimer Vorgeschmack auf ein Album, das offenbar mehr auf Zwischentöne als auf große Gesten setzt.
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