Thomas Charlie Pedersen

Thomas Charlie Pedersen „Second Hand War“

Thomas Charlie Pedersen

Thomas Charlie Pedersen

Das Soundkartell stellt Euch heute den dänischen Songwriter Thomas Charlie Pedersen mit seinem Album „Second Hand War“ vor.

Thomas Charlie Pedersen. Mal wieder einer, der die Gitarre schwingt. Oder die Ukulele wie im Opener „Good Ride“. Thomas Charlie Pedersen debütiert mit seinem neuen Album und ihr lernt mit ihm einen dänischen Newcomer aus Kopenhagen kennen. Das Album kam unverhofft und ohne Vorwarnung an. Und als kleine Randnotiz auch unfrankiert. Ein echtes Wagnis also irgendwie, dass die CD des Dänen auch bei mir ankommt.

Sie tat es aber und die CD läuft bei mir seit ein paar Tagen. 14 Tracks hat er auf die Platte gepackt und das Album ist ein sehr ruhiges. Nach dem flotten Opener, bei dem er wirklich nur Ukulele spielt und ein bisschen singt, folgt eine Art Intro-Track, der wirklich nur sehr kurz daherkommt. Was dann folgt ist eine Platte, die in sich sehr ausgeruht wirkt. Unaufgeregt und minimalistisch für einen Songwriter.

Es gibt lediglich ihn an der Gitarre und seine Vocals. Bei „Kill With Kindness“ war ich ganz angetan von der Art und Weise wie der Däne diesen Song arrangiert. Es gibt nicht viel, nur ein Picking, das immer wiederkehrt. Allerdings ist mir der Song deutlich zu lang. Er wechselt sich musikalisch zu wenig ab, als das eine Länge von über 6 Minuten gerechtfertigt wäre. Es folgt schon fast das glatte Gegenteil, wieder so ein kurzer Song von gerade mal 2 Minuten. Hier hört ihr allerdings sehr schön wie er das alles alleine produziert und eingespielt hat.

Das schnelle Picking an der Gitarre, das geloopt wird und im Hintergrund wie Regen verwischt. Ab und an singt er dazu und lässt größere Pausen durch das zweite Gitarrenspiel entstehen. So kann sich der Song ganz wundervoll entfalten. Bis er fast schon abrupt abbricht.

Mit „The Harder Fall“ sitzt er dann auf einmal am Klavier und begleitet sich selbst. Es folgen vier Songs, die er allesamt mit Klavier arrangiert hat. Gerade bei „Uneasy Feeling“ merke ich aber, dass die Produktion noch nicht ganz ausgereift ist. Ein bisschen mehr Fülle und Breite hätte hier sicherlich gut getan. So wirkt das etwas eingeengt und läuft Gefahr zu zugeschnürt zu wirken.

Das was Thomas Charlie Pedersen hier auf die Platte gepackt hat ist nett. Nett und schön. Es zeigt aber auch, dass wir es hier mit einem leidenschaftlichen Musiker zu tun haben, der sich ganz stark im Genre Folk-Singer/Songwriter Genre bewegt. Was mir hier noch fehlt ist der entscheidende Unterschied zu den 1000 anderen Singer-Songwritern. Die Stimme hat schon einen klaren Wiedererkennungswert.

Aber wie wäre es mal mit einer eigenen Facebookseite? Einer Homepage und den anderen Profilen im Social Web? Das wäre ein weiterer Schritt. Wie die Reise dann allerdings weiter gehen soll, weiß ich auch nicht. Das ist allerdings alles schon mal sehr vielversprechend und super anzuhören. Für ein Debüt schon eine starke Leistung.

✪✪✪ (3 aus 5 Sternen)

 

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