The Callas – Künstlerischer Noise-Pop aus Griechenland

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The Callas – Künstlerischer Noise-Pop aus Griechenland

The Callas aus Griechenland
The Callas aus Griechenland

Am Mittwoch öffnet das Reeperbahn Festival seine Pforten und da sie für ihr alljährlich gutes Booking bekannt sind, haben sie auch mit The Callas eine Band gebucht, die vielversprechend gute Musik macht. Das Soundkartell bringt euch die griechische Band nun näher.

Über Griechenland wurde viel geschrieben und berichtet. Zu viel. Und das Schlimme daran: Kaum über Musik.
Wir hatten euch vor einiger Zeit Mechanimal aus Athen vorgestellt und heute dürfen wir euch mit Freude eine weitere Band aus Griechenland vorstellen: The Callas. Es handelt sich dabei nicht um eine Band gewöhnliche Indie Band, die euch mit ihrem Pop-Geschrammel einlullt, sondern um eine vierköpfige Band, die ungewöhnlich viel mit Kunst am Hut hat.

Das liegt daran, dass die beiden Brüder Lakis und Aris Ionas beide am Chelsea College of Art studiert haben. Diese beiden Kunstschaffenden jungen Herren gründeten The Callas und sind zuvor nicht durch ihre Musik aufgefallen. Zuvor landeten die künstlerischen Arbeiten der Brüder in Galerien in Paris und New York. Das mag jetzt nach großer Internationalität klingen und absolut nicht nach Griechenland. Doch die Ionas Brüder haben stets die Fokus auf ihren Ursprung nicht vergessen und ließen in ihre Arbeiten griechische Elemente einfließen.

Doch was genau haben Lakis und Aris dort produziert und ausgestellt? Es handelt sich um Performances, also um Fotos, die wir auf ihrer Homepage bestaunen dürfen. Doch was sehen wir dort? Etliche Fotos arbeiten auf der erotischen Ebene und so sehen wir eine Pofalte, aber auch freizügig bekleidete Damen, die ein Konzert von The Callas besuchen. Lauschen wir nun den Tracks der Band so müssen wir erstaunt feststellen, dass das perfekt zusammenpasst.
Die Gitarren erinnern etwas an den älteren Garagesound und die Stimme erinnert etwas an die von The Strokes oder Little Joy.

The Callas aus Griechenland
The Callas aus Griechenland

In gewisser Weise erzeugen The Callas eine seltsame Stimmung. Einerseits ist sie wie in “Down” verstörend, was an den Gitarren und übersteuerten Synthieklängen liegen mag. Aber dann ist sie im nächsten Moment warmherzig und schließt einen wie in “The Wrong Song” schnellstmöglichst ins Herz.

The Callas konstruieren mit ihrem Noise-Pop eine ideale Kulisse für die Bilder. Es ergibt sich ein harmonisches Ganzes zwischen den Bildern und ihrer Musik. Sie liefern sozusagen ihren Soundtrack um ihre Fotos zu betrachten. Ebenso wie die Bilder eine subjektive Perspektive darstellen, so gestalten sie auch den Sound ihrer Musik: eigenwillig. Noch können wir lediglich fünf Tracks der Griechen lauschen. Doch da ändert sich zum 15. November, denn dann erscheint mit “Am I Vertical?” ihr Debütalbum. Produziert wurde die Platte von Jim Sclavuno, der bereits mit Nick Cave & The Bad Seeds zusammengearbeitet, bzw. dort langjähriges Mitglied der Band war.

Die Griechen werden, so viel ist sicher auf ihrem Debüt überzeugen. Die erste Möglichkeit werden sie euch dazu wie gesagt auf dem Reeperbahn Festival bieten. Zweitere folgt dann mit ihrem Debütalbum.

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Wie eigenwillig The Callas ihre Musik aufziehen beweist auch dieses Video.

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