Soundkartell präsentiert: egoFM Lokalhelden – Jim Fletch

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Soundkartell präsentiert: egoFM Lokalhelden – Jim Fletch

Selly & Tim zu Gast bei Dominik in den Lokalhelden
Selly & Tim zu Gast bei Dominik in den Lokalhelden

Es ist mal wieder Sonntag und zusammen mit egoFM präsentieren wir euch heute wieder die egoFM Lokalhelden. Aus der egoFM Stadt München beehren uns heute die beiden herausragenden Musiker Selly und Tim von Jim Fletch. Gefühlvoller Electro-Pop erwartet uns dabei und am Sonntag sind sie von 15 bis 16 Uhr live & unplugged in den egoFM Lokalhelden bei Dominik zu Gast.

Gott sei Dank hat es das Schicksal gut gemeint. Zum Glück muss man das „Was wäre wenn“-Szenario nicht durchspielen, denn was wäre denn geschehen hätten sich Tim und Selly nicht getroffen? Es hätte sich wahrscheinlich nicht viel verändert. Doch es kam wie es kommen musste und nachdem man sich zufällig auf einer Reise in Australien über den Weg lief, suchte Tim Selly auf und fragte sie kurzer Hand, ob sie nicht Lust hätte mit ihm Musik zu machen.

Selly meint, dass sie sich wohl „nie getraut hätte jemals richtig Musik zu machen oder gar zu singen wenn Tim mich nicht so ermutigt und gefordert hätte“. Und Tim? Tim war damals noch neu in München, hatte zwar das Bedürfnis weiterhin Musik zu machen, wollte sich allerdings nicht den Verpflichtungen einer Band verschreiben. Also versuchte er Selly davon zu überzeugen, obschon es alles andere als sicher war, dass das mit Selly klappen sollte. Ob das auf Anhieb wirklich gut geht?

Es kam wie es kommen musste, und so fanden sich in Selly, die mehr oder minder beim Duschen, kochen oder Autofahren sang und Tim, der zuvor schon viel mit elektronisch-akustischer Musik experimentierte.

Im Mai diesen Jahres ging es dann erst so richtig los mit Jim Fletch, denn es stand ein Live-Auftritt in der Roten Sonne in München an. Keiner konnte wirklich wissen, was man von dem Duo aus München nun erwarten sollte. Tim und Selly wussten es wohl selber auch kaum. Beide waren sie mehr als aufgeregt, doch der Auftritt in der Roten Sonne sollte von nun an, zu einem ihrer größten und glücklichsten Momente gehören: „Nach dem dritten Lied war die Aufregung weg und ab da war es einfach nur geil! Wenn man zu hundert Prozent hinter dem steht was man spielt und es auch noch mit einem sehr guten Freund teilen kann und man die Zuhörer in seinen Bann ziehen kann… Was will man mehr?“ Wenn man es so will, kam Tim zudem auch noch zu seinem Glück eine Band zu gründen. Vollkommen frei könne er sich in Jim Fletch nun bewegen und schwärmt geradezu von der gemeinsamen Zeit mit Selly: „Bei Jim Fletch sind wir zu zweit und haben eine ziemlich ähnliche Vorstellung, wo es musikalisch hingehen soll. Und menschlich passt es auch sehr gut.“ Selly muss dabei allerdings lachen und ergänzt, dass es meistens zumindest gut hinhaut.

Hier der Track „Melt Together“:

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Auf einem dieser Live-Auftritte wurde schon schnell klar, dass Jim Fletch eben keinen Techno, Synthie-Pop oder anderen Kommerz präsentieren. Nein, Jim Fletch verliert sich mehr oder minder in seinen Songs wie „Listenator“ oder „300 Miles“. Darin erzählen sie Geschichten, die über die Höhen und Tiefen im Leben, Liebe und Hass handeln. Das Ganze verpacken sie dabei in eine derart tiefe Atmosphäre, in die man zu versinken droht.

Man muss sich das bei Jim Fletch eher wie ein DJ-Team vorstellen, bei der es zudem noch den Livegesang gibt. Es ist aber nicht so, dass Selly nicht auch mal an das DJ-Set greift, wobei der Hauptpart bei Tim liegt.

Selly, Dominik und Tim zu Gast bei egoFM
Selly, Dominik und Tim zu Gast bei egoFM

Ganz entscheidend für ihre Songs bei Jim Fletch, sind Geräusche aus der Natur und diese äußerst sich insbesondere auch bei Selly in einer tiefen Verbundenheit zur Natur. Für sie gibt es „kein echteres Leben als das in den Bergen oder das im Meer. Fernab von der hektischen und schnelllebigen Alltagswelt.“ Dadurch, dass sich Tim und Selly so mit der Natur verbunden fühlen, nimmt man diese natürlich auch aufmerksamer wahr und es fallen Geräusche auf, die man eventuell aufnehmen könnte. Diese Idee, Geräusche aus der Natur einzufangen entsteht bei Jim Fletch eher spontan und ist mitunter einer der Inspirationsquellen für ihre so vielfältige Musik.

Hier der Track „300 Miles“:

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Laut Tim spürt er auch noch eine gewisse romantische Ader. Das läuft dann so ab, dass „man ein Geräusch hört und spürt, dass man das mal aufnehmen sollte, um daraus eventuell was interessantes basteln zu können. Wenn ich dann die Stelle im Lied höre, denke ich immer: Ja, das war doch damals im Surfurlaub, als wir das Boardwachsen aufgenommen haben. Also ich glaube, das ist dann insgesamt schon eher romantisch.“

Gerade in Tracks wie „Listenator“ oder „This Time“ meint man zwar den Einfluss von The XX hören zu können, doch sie selbst sagen, dass sie nur indirekt eine Quelle der Inspiration waren. Dennoch ist man dazu geneigt zu sagen, dass auch die Musik von Jim Fletch mindestens genauso impulsiv und schön ist, wie die von The XX. Gerade dann wenn Selly mit ihrer so wunderschönen Stimme „I`m not youre listenator“ ins Mikrophon haucht. Das fährt wirklich unter die Haut und berührt.

Mittlerweile ist es sicherlich – auch laut Meinung von Tim – so, dass sich Musik, die wirklich noch künstlerisch wertvoll ist, nicht mehr rentabel genug ist. So geben viele ihre Leidenschaft und auch mithin ihre musikalische Triebfeder auf und es geht der Musikwelt kostbare und gute Musik verloren. Das kommt aber auch daher, dass es für viele Künstler keine andere Richtung gibt, als noch mehr Profit aus ihrer Musik herauszuschlagen. Jim Fletch bewegt sich dort auf deutlich bescheideneren Pfaden, denn für sie ist es jetzt erstmal wichtig, so oft wie möglich die Menschen live mit ihrer Musik zu begeistern. Selly hat dabei berechtigterweise die Ansicht, dass „es nichts erfüllenderes gibt, als mit unseren Tönen den Zuhörern unter die Haut zu fahren!“

Tim kann man in der Hinsicht nur auf die Schulter klopfen, dass er so dreist war und einfach vor Selly`s Tür stand, sie dazu gebracht hat zusammen Musik zu machen. Manchmal sollte man sich eben doch auf sein Bauchgefühl verlassen.

Hier könnt die Musik von Jim Fletch auf ihrer Homepage weiterverfolgen!

Und hier gelangt ihr auf ihre Facebookseite!

Zu guter Letzt gibt es noch von Jim Fletch den Track „Listenator“ in voller Länge:

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