Ian Fisher

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Country-Songwriter Ian Fisher mit neuem Album „Nero“

Ian Fisher mit neuem Album "Nero"; Fotocredit: Andreas Samland
Ian Fisher mit neuem Album „Nero“; Fotocredit: Andreas Samland

Am 29. Januar erschien mit “Nero” das neue Album des Country und Folk Musikers Ian Fisher. Das Soundkartell hat sich reingehört.

Dass Ian Fisher nicht sonderlich groß ist, ist meiner Meinung nach kein Fact, den es zu erwähnen gilt. Aber trotzdem steht es so im Pressetext. Aber in dem Zusammenhang, dass zu diesem kleineren Mann eine unglaublich große Stimme gibt. Ian Fisher ist definitiv einer der letzten großen Country-Musiker, die sowohl das jüngere Publikum unter uns, als auch die ältere Generation kennen. Eines ist aber auch klar: Ian ist ein Country-Musiker, der mitten im 21. Jahrhundert steht. Nichts klingt verstaubt oder schon mal aus dem Schrank geholt. Gerade erschien mit “Nero” das neue Studioalbum des US-Amerikaners, der sich aber zu gern in Deutschland aufhält.

Um das neue Album zu produzieren ist er extra nach Berlin, mit nur ein paar Tracks im Gepäck und ersten Ideen, wie das alles klingen soll. Doch es war nicht allein Berlin, unsere Hauptstadt, die ihn zu den Songs inspirierte. Das neue Album entstand auch in Hamburg und Wien. Der Prozess des Songwritings für die neue Platte war für Ian eine Grundsatzentscheidung. Er sagt selbst, dass dieses Album viel damit zu tun habe, wie man zerstört, was man einmal war, um jemand anders zu werden. Eine kleine Wiedergeburt im erweiterten Sinne also. Der Country blieb ihm als Element und Eigenschaft aus den USA aber erhalten.

Das Album ist ein reines Country- und Folk-Erlebnis aus zehn Tracks geworden. Begleitet wird er u.a. durch eine Geige, einem Klavier oder aber auch recht häufig von Pedal Steel-Parts. All das gibt es beispielsweise im Song “All Ya Need”. Ohne groß rumzustacksen , zieht er da einen Sound in seinen Tracks auf, die selten mal von ihrem vorher angelegten Muster abweichen. Stets schnörkellos und mit einem klaren Fokus: Den Country wieder ins Herz zu schließen. Besonders gut hat mit “Almost Darlin’” gefallen. Auch deshalb, weil er nicht gar so melancholisch daherkommt. Ian Fisher verliert sich gerade hier in seinem eigenen Groove seiner Akustikgitarre und den eigentlichen Rhythmus führen die Musiker um ihn herum. Nach über 500 Konzerten in Europa durfte Ian Fisher kürzlich erst wieder in seine Heimatstadt St. Louis zurückkehren, um auch dort ein Konzert spielen zu dürfen. So viel war Ian Fisher in den letzten Jahren unterwegs. Er hat unzählige Konzerte gespielt und ab Januar geht der gebürtige US-Amerikaner wieder auf Tour. Dieses Mal ist er wieder in Europa und es folgen 50 Konzerte in 7 Ländern und das in nur 3 Monaten. Das nennt man mal eine Tour. Passend zu einem wirklich umwerfend schönen Country-Album. Wenn es nicht sogar das schönste im Jahr 2016 ist.

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