Caspian Sea Monster Interview

Caspian Sea Monster Interview

Caspian Sea Monster im Interview; Fotocredit: Caspian Sea Monster

Caspian Sea Monster im Interview; Fotocredit: Caspian Sea Monster

Caspian Sea Monster im Interview vor dem Soundkartell Birthday im Häkken am 08. April.

Wenn ich Euren Bandnamen bei YouTube eingebe kommt dieses berüchtigte Bodeneffektfahrzeug- Typ. Absicht um abzulenken?

Caspian Sea Monster: Das war wirklich der schwierigste Teil unserer Geschichte. Toni – unser Sänger – hat, als Medienprofi, schon vor Jahren diese ganzen Videos, Bilder und Berichte erstellt und ins Internet eingepflegt. Das ist ja alles Fake, diese Maschine hat es nie gegeben. Wir hatten gedacht, das wäre die beste Werbestrategie um die Band weltweit zu promoten. Die ganze Sache ging natürlich gründlich nach hinten los, aus heutiger Sicht ein dummer Fehler und verschenkte Jahre.

Ich bin ganz hin und weg von der Komplexität Eures Sounds. Erinnert mich immer ein bisschen auch an die frühen Editors, gemischt mit alten (also von den wirklich alten Songs) Coldplay Akkorden. Welchen ersten Eindruck wollt ihr bewusst provozieren oder geht das bei Eurem Sound gar nicht?

Caspian Sea Monster: Oh, danke für die Blumen. Für den ersten und jeden weiteren Eindruck ist ja Letztenendes der Zuhörer verantwortlich. Die Grundideen der Songs des Albums entstanden innerhalb weniger Proben durch Improvisation. Das war ein gemeinsames Kennenlernen und die Suche nach einem gemeinsamen Gefühl. Musik machen wir zuerst nur für uns, da gibt es keinen Gedanken an etwaige Zuhörer und deren Assoziationen. Darüber dachten wir erst im Studio nach, als wir unsere Songs selbst in Dauerschleife hören mussten, sozusagen selbst Zuhörer wurden. Das war sehr interessant und einige Stücke haben hier noch einmal eine kleine Veränderung erfahren. Aber ein bewusstes Provozieren eines Eindruckes ist das nicht, es ist immer noch eine Suche. Wie es Euch mit unserer Musik geht, wollen wir jetzt herausfinden. Wir sind gespannt.

Euer Debütalbum wird circa 1 Monat nach dem Gig erscheinen. Inwiefern wird das dann ein kleiner Leak Eures Albums?

Caspian Sea Monster: Es wird tatsächlich ein großer Leak – wir werden unser gesamtes Material spielen. Wir sind uns sicher, die Hamburger halten dicht bis zum offiziellen Release des Albums, oder?

Was ist Eure witzigste Erinnerung an die früheren Kindergeburtstage?

Caspian Sea Monster: Das ist aber lange her. Wir sind solang wir denken können schon Erwachsen. Gibt es einen Telefonjoker? Wir würden Mutti anrufen.

Auf was wird Eure Heimatstadt Chemnitz derzeit zu Unrecht reduziert?

Caspian Sea Monster: Diese Frage ist schwer zu beantworten – wir wissen ja nicht, wie Chemnitz von außen wahrgenommen wird. Laut Google ist Chemnitz im Moment ein recht raues Pflaster, mit viel Gewalt und Aggressionen auf der Straße. Wenn man hier lebt, fühlt sich das nicht so an. Es gibt hier viele Menschen, die im Kulturellen und Sozialen etwas bewegen. Hier kann man sich sehr gut auf seine Musik konzentrieren, da die Stadt nicht übermäßig viel an Ablenkung bietet. Chemnitz ist weit vom Hype entfernt, das finden wir ganz angenehm.

Und wie könntet ihr das durch Eure Musik – wenn auch naiv gedacht – verändern?

Caspian Sea Monster: Wahrscheinlich gar nicht. Chemnitz ist ja nicht Thema in unserer Musik. Vielleicht sagen einige nach unseren Konzerten „Die sind aus Chemnitz und ganz okay.“ – das reicht doch schon.

Kommt zum Soundkartell Birthday am 08. April ab 18.00 Uhr im Häkken. Da könnt ihr Caspian Sea Monster aus Chemnitz live erleben!

 

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